EMDR-Therapie

 

EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" (Desensibilisierung und Neuverarbeitung mit Augenbewegungen).

 

Dieses psychotherapeutische Verfahren wird zur Aufarbeitung von Traumata, aber auch von Phobien und anderen negativen Gefühlen und Symptomen angewendet, die mit einem Ereignis in der Vergangenheit stehen und die betroffenen Menschen in der Gegenwart negativ beeinflussen.

 

Die Wirksamkeit von EMDR bei Posttraumatischer Belastungsstörung ist weltweit in zahlreichen Studien belegt worden. Das Verfahren gilt heute als das schnellste und effektivste für die Behandlung von Traumata.

 

Die EMDR-Therapie wird zur Verarbeitung von belastenden Erinnerungen im Rahmen von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), Angst- und Panikstörungen, Depressionen, Trauer und schweren Lebenskrisen angewendet. Auch wenn Menschen Opfer oder Zeuge von Naturkatastrophen, Unfällen, Gewalt oder Missbrauch waren.

 

Die EMDR-Behandlung besteht aus 8 Phasen:

 

1. Erhebung der Anamnese und Besprechung des Behandlungsplans

2. Stabilisierung des Klienten

3. Einschätzung bzw. Bewertung des Traumas

4. Durcharbeitung

5. Verankerung

6. Körpertest

7. Abschluss

8. Nachbesprechung

 

Zentrales Element ist die bilaterale Stimulation (durch Fingerbewegungen des Therapeuten geleitete Augenbewegungen der Klienten), wobei sich der Patient auf die belastenden Erinnerungen und Bilder konzentriert. Die Augenbewegungen sind hierbei mit der REM-Schlafphase vergleichbar - der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden. Die Augenbewegungen fördern hierbei die emotionale Verarbeitung des Traumas. Es kommt hierbei schnell zu einer Reduktion der emotionalen Belastung die mit dem traumatischen Erlebnis verbunden ist. Gleichzeitig wird der Kontakt mit eigenen positiven Ressourcen hergestellt, die dabei helfen, die Erinnerungen des Erlebten zu verarbeiten. Ein Teil der Behandlung ist das Erarbeiten und Einbringen von Stabilisierungstechniken, um die positiven Veränderungen auf der emotionalen und der Verhaltensebene nachhaltig zu verankern.